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Der Neue ist ein alter Hase. Auf diese einfache Botschaft lässt sich der Zusammenschluss von Elmar Molitor (Jahrgang 1951) mit seinen neuen Partnern Ina-Maria Hermanns und Stefan Neu reduzieren. Der gebürtige Kürtener gab im Frühjahr 2017 seinen Status als Einzelanwalt vor allem wegen des positiv fachlichen Austauschs auf. Zu seinen Tätigkeitsgebieten zählen allgemeines Vertragsrecht, Arbeits-, Handels-, Familien-, Gesellschafts- und Baurecht.

„Der Beruf Rechtsanwalt hat mich schon als Junge fasziniert“, erklärt Molitor. „Bereits als Gymnasiast war mir klar: Ich will Jura studieren, weil mir die strukturierte Denk- und Vorgehensweise zusagt.“ Für den Juristen entsteht im Idealfall eine Schrift, die beispielsweise den Richter so strukturiert durch den Schriftsatz führt, dass er am Ende genau weiß, worum es geht. Als i-Tüpfelchen bezeichnet er jedoch die Kunst der mündlichen Verhandlung, weil er hier die wichtigsten schriftlichen Argumente nochmals hervorheben kann. Daher kommen zu ihm auch viele Mandanten mit sehr komplizierten und ungewöhnlichen Fällen, über die er sich sehr freut, weil „sie Ausdruck der Vielfalt meines Berufes sind“.

Zugute kommen ihm dabei auch seine Hartnäckigkeit und Kreativität. „Ordnungsamt und Gesundheitsbehörde hatten einem Händler den Verkauf von Glasbonbons verboten, die er für 600.000 Euro in Italien erworben hatte“, erinnert sich der Jurist. „Die Begründung lautete: Kinder könnten die gläsernen „Karamellchen“ verschlucken und an ihnen ersticken.“ Er erkannte schnell, dass Paragraphen hier nicht weiter helfen. Stattdessen fragte er beim TÜV Rheinland in Köln nach, ob sie nicht auch Prüfeinrichtungen für diesen speziellen Fall besitzen: Erfreut erfuhr er, dass es dort auch künstliche, genormte Schlünde gibt. „Tests beim TÜV Rheinland mit den Glasbonbons wiesen schließlich nach, dass erst ab 18 Jahren Verschluckungsgefahr besteht“, erinnert sich Molitor. „Und mit dem abschließenden Gutachten war das Verkaufsverbot dann schnell vom Tisch.“